Grünzug Donaufeld

Etwa ein Viertel der Gesamtfläche im Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld steht künftig als öffentlicher Grün- und Freiraum zur Verfügung – dafür gibt es ein politisches Bekenntnis. Der Nord-Süd-Grünzug bildet das zentrale Rückgrat im Donaufeld und ist Teil des übergeordneten Grünzugs Rendezvousberg/Alte Donau.

Der Grünzug dient als Spiel- und Aufenthaltsraum, der Erholung, ermöglicht sportliche Betätigung und ist nicht zuletzt auch Korridor für Pflanzen und Tiere. Er durchlüftet das Gebiet an heißen Tagen und zeichnet das Donaufeld als lebenswerten und zukunftsfähigen Stadtteil aus. Breiten bis zu 300m, machen die Weite des Donaufelds auch künftig erlebbar und bieten zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. So sind etwa Selbsterntefelder, Spiel- und Lagerwiesen sowie temporäre Aneignungsflächen (G`stettn in der Stadt) denkbar.

Welche Qualitäten soll der Grünzug Ihrer Meinung haben? Welche Möglichkeiten soll er bieten?

Eine kurze Zusammenfassung ihrer Antworten:
Je größer der Grünzug, desto eher ist die Weite des Donaufelds auch in Zukunft erlebbar – da sind sich die Antwortenden einig. Um letztlich einen attraktiven Stadtteil zu schaffen, sollte die Ausgestaltung von Grünflächen, einer Wortmeldung nach, bereits vor Baubeginn als Kooperationsprojekt von LandschaftsplanerInnen, AnrainerInnen und zukünftigen BewohnerInnen erfolgen.

Zentral ist der ehest mögliche Erwerb der Flächen für den geplanten Grünzug. Ob der Erwerb der Flächen für einen durchgängigen Grünzug möglich sein wird, sehen die Befragten aber skeptisch. Für die Lebensqualität im künftigen Stadtteil (Erholen, Radeln, Spazieren, Picknicken, für Gemeinschaftsgärten oder einfach nur ein kl. Stückchen wilde Natur) ist der Grünzug aber entscheidend ebenso wie zur Kühlung und Durchlüftung an besonders heißen Tagen (die sich aufgrund des Klimawandels mehren). Der Bau des Donaufeldbachs im Grünzug wird darüber hinaus gewünscht.

Unser Feedback zur Diskussion:
Vielen Dank für Ihre Beiträge. Es gibt ein klares politisches Bekenntnis dazu, dass der Grünzug kommt und er wird im Flächenwidmungsplan festgelegt. Derzeit werden alle Möglichkeiten geprüft und auch genutzt, damit die entsprechenden Flächen öffentlich zugänglich und nutzbar werden.

6 Gedanken zu „Grünzug Donaufeld

  1. Herbert Bork

    Zur Info: Der Grünzug kommt. Es gibt ein klares politisches Bekenntnis dazu und er wird im Flächenwidmungsplan festgelegt. Derzeit werden alle Möglichkeiten geprüft und auch genutzt, damit die entsprechenden Flächen öffentlich zugänglich und nutzbar werden. (Herbert Bork vom Team unserdonaufeld)

  2. Heinz Berger

    Ohne Grünzug Donaufeld geht gar nix!

    Um die charakteristische Qualität von Donaufeld sicherzustellen, soll mindesten ⅓ der Fläche für den Grünzug (C by BV Georg Papai), aber zumindest ¼ (= 16 ha und nicht nur 14 oder gar nur 12 ha oder weniger) freigehalten werden!
    Da bisher noch kaum Grundstücke für den Grünzug im Eigentum der Stadt Wien sind, ist der Ankauf der Grundstücke höchst dringlich. Als Erstes muss versucht werden, Grundstücke für eine vollständige Nord-Süd-Durchwegung zu erwerben.
    Die Flächen, um die der Grünzug im Laufe des Planungsverfahrens beschnitten wurde (z. B.: Sozialbau-Grundstück, „zentrales Ereignis“, Drygalskiweg 29, und auch die Flächen für die diversen Wege), müssen kompensiert werden.
    Um ein konstruktives Gesprächsklima, einen Interessensausgleich und letztlich einen attraktiven Stadtteil zu schaffen, sollte die Ausgestaltung der vorgesehenen Grünflächen als Kooperationsprojekt von LandschaftsplanerInnen, AnrainerInnen und zukünftigen BewohnerInnen frühzeitig in Angriff genommen werden (Projektvorschlag Oase Donaufeld: http://donaufeld.buergerprotest.at/oase.html).
    Kein Baubeginn bevor konkrete Schritte zur Realisierung des Grünzugs gesetzt wurden!
    LG, Heinz Berger

  3. Richard Riss

    Da der Grünzug ja zum Teil in einem Bereich angesiedelt ist, wo Privathäuser und Privatgärten sind – die für den Wohnbau vorgesehenen Flächen aber komischerweise grösstenteils frei verfügbar sind, bin ich sehr skeptisch, dass in den nächsten Jahren ein durchgängiger Grünraum kommt. Ich denke, wir werden hier wieder mal nur vertröstet!
    Dabei wäre eine Fläche zum Erholen, Radeln, Spazieren, Picknicken, für Geminschaftsgärten oder einfach nur ein kl. Stückchen wilde Natur (was es in der Stadt ja eh schon fast nicht ,mehr gibt) essenziell notwendig, auch für die neu zuziehenden Menschen. Es soll ja ein lebendiger Lebensraum werden und nicht nur ein Schlafgetto, oder?

  4. Evelyn Weber

    In Anbetracht der Tatsache, dass wir in Zukunft mit einer Klimaerwärmung von mehr als 30 Grad an mindestens 40 Tagen im Jahr zu rechnen haben ( Univ.-Prof.Dr. Kromp-Kolb), sollte beim Neubau einer größeren Siedlung die Einplanung einer ausreichend großen Grünfläche selbstverständlich sein. Für das Donaufeld hingegen sind nur 14 ha vorgesehen. Das ist nicht einmal 1/4 der Gesamtfläche und davon werden noch etliche Teile durch Wege und Plätze versiegelt und von Bauträgern dezimiert, wie bereits Heinz Berger in seinem Kommentar erwähnt hat. Ich halte das für extrem verantwortungslos. Diese Grün-Fläche ist absolut zu klein, um ein gesundes Mikroklima für die Erhaltung der Lebensqualität in Donaufeld zu gewährleisten. Denn Grünflächen bieten vor allem durch Kühlung, Befeuchtung und Reinigung der Luft eine gesundheitsfördernde Wirkung für die Atemwege! Ich kann nicht glauben, dass man das noch immer nicht weiß! Sozialökologisch betrachtet: Die es sich leisten können, wohnen im Speckgürtel mit üppiger Vegetation, diejenigen, die auf den Erwerb preiswerter Wohnungen angewiesen sind, müssen sich mit ein bisschen Renommier-Grün zufrieden geben. In der Zwischenkriegszeit hat man bei der Errichtung von Gemeindebauten sozialer gedacht. Die Gemeindebau-Höfe bergen wunderbare große Grünanlagen, die besonders an heißen Sommertagen wie eine Oase wirken.
    Evelyn Weber

  5. gpae

    Ich finde es schade, dass die Grünzüge nicht die bestehenden weiten unverbauten Flächen nutzen, sondern – offenbar um den Wohnbauträgern erleichterte Verhältnisse zu schaffen – kreuzförmig und viel zu schmal teils über bebaute Gebiete gepresst werden. Wieder einmal Stadtplanung von der „pragmatischsten“ Art, wie wir sie auch schon unter 150 Jahren SPÖ-Alleinregierung haben hätten können.
    Und, bitte: wenn der Donaufeldbach nicht umgesetzt würde, wäre das ein Armutszeichen der Sonderklasse!

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