Bauen und Wohnen im Donaufeld

Das Donaufeld bietet Raum für Chancenvielfalt, für innovative Ideen und für deren Umsetzung – Raum für Menschen und deren vielfältige Bedürfnisse. Dazu zählen z.B. experimentelle Bauweisen, Baugruppen, Wohnprojekte für Bevölkerungsgruppen mit besonderen Ansprüchen, Bauprojekte zum Wohnen und Arbeiten, freie Grundrisstypologien auf unterschiedlichen Parzellengrößen, nutzungsoffene Erdgeschoßstrukturen und vieles andere mehr.

Welche Bedürfnisse der Menschen müssen beim Wohnbau im Donaufeld
berücksichtigt werden?

Welche Wohnungen und Wohnformen sind zukunftsfähig?
Wie kann Wohnen leistbar bleiben?

Eine kurze Zusammenfassung Ihrer Antworten:
Die Bebauung im Donaufeld sollte nach Meinung der Befragten kleinteilig und vielfältig sein: unterschiedliche Höhen der Gebäude, Abwechslung zwischen Flachdächern und Gaupen, Abwechslung hinsichtlich der Farbgestaltung etc. Auch die Bepflanzung von Gebäuden und Dächern wurde angeregt.

Eine hohe Gebäudequalität (niedriger Energieverbrauch, gute Raumluftqualität, ökologische Baustoffe, …) und der Einsatz erneuerbarer Energien, sind darüber hinaus zentrale Faktoren für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Stadtteils.

Wichtig ist, beim Bau der Wohnhäuser darauf zu achten, Flächen für Erholung, Sport und den Aufenthalt im unmittelbaren Umfeld mitzuplanen und Gemeinschaftsinfrastruktur zu errichten, die ohne große Hürden und Konsumationszwang benützt werden können.

Nicht zuletzt sollen auch Baugruppen frühzeitig in den Prozess eingebunden werden, damit diese geeignete Flächen für ihr Projekt erwerben können.

Unser Feedback zur Diskussion:
Vielen Dank für Ihre sehr konstruktiven Beiträge. Auch das Leitbild sieht vor, dass bei der Planung auf ökologische Faktoren wie auf einen funktionierenden Sozialraum und eine ökonomische und zukunftsfähige Mobilität geachtet wird. Bauen und Wohnen soll von der Planung bis zum alltäglichen Gebrauch material- und energiebewusst sein. Das Leitbild orientiert sich dabei an der 2000-Watt- Gesellschaft nach Züricher Vorbild.

Eines der wichtigsten Ziele des Partizipationsprozesses ist es darüber hinaus im Donaufeld sicherzustellen, dass der Stadtteil von den künftigen NutzerInnen mitentwickelt werden kann. So sollen etwa auch Baufelder für Baugruppen bereitgestellt werden.

3 Gedanken zu „Bauen und Wohnen im Donaufeld

  1. elisabeth

    Ich denke, dass in Aspern bereits versucht wurde, neue Ideen diesbezüglich umzusetzen. Allerdings sieht das Resultat meiner Ansicht nach bedenklich aus. Oder kurz gesagt: Wien hat schon mal deutlich schöner gebaut.

    Die Grünflächen erscheinen mir im Vergleich zur Bebauungshöhe sehr klein. Bei Gemeindebau Varianten (zB. Die bunten Häuser in der Anton Sattlergasse) finde ich da schon viel eher gelungen. Die Bauten reichen über 3 Geschosse, ein einziges Haus hat wiederum geschätzte 14 (was nicht negativ auffällt) dazwischen ist reichlich Grünfläche, die Häuser sind unterschiedlich zueinander versetzt und durch die Farben sieht das auch wunderbar aus. Und: die Häuser haben sogar ein richtiges Dach…was unheimlich viel Wohncharakter verleiht, wenn man das mit den neuen Flachdächern vergleicht.

    Die Herausforderung „neu“ lautet vielmehr: Wie presse ich möglichst kostengünstig mehr Personen auf weniger Grundfläche. Daraus ergeben sich Schachtelstädte, wie es auch in Aspern den Anschein nimmt. Leistbar, dicht und trotzdem noch nett anzusehen, ist vermutlich schwer kombinierbar.

    Dennoch: Ich persönlich finde es wichtig auf
    -unterschiedliche Höhen der Gebäude,
    -Abwechslung durch Dächer und Gaupen
    -kleinteilige Blocks
    -Farbgestaltungen
    -Keine langen Straßenzüge
    – (Kletter) Bepflanzungen (zB. Efeu, Wilder Wein etc.) vor allem bei Hochgaragen
    -Bepflanzung der Dächer
    -Platz zwischen den Gebäuden
    -zu einer Seite offene Innenhöfe

    zu achten.

    Auch Gebäude im „Propeller-Grundriss“ verschaffen Abwechslung (und den Bewohnern eine bessere Aussicht) zu den Vierkant-Klötzen.

  2. Stephan Fickl

    1. hohe Gebäudequalität: niedriger Energieverbrauch, gute Raumluftqualität, ökologische Baustoffe. Am einfachsten ist es, sich an einen bewährten Baustandard zu halten, z.B. klimaaktiv Gebäudestandard.
    2. Versorgung mit erneuerbaren Energieressourcen, keine Gasheizungen!
    3. Ganz wichtig ist das dazwischen, die Gestaltung von Plätzen, Räumen, Verbindungswegen, die dazu einladen, sich dort aufzuhalten. Das machen aber die Bauträger nicht, denn sie optimieren nur die einzelnen Gebäude. Deshalb braucht es einen strengen übergeordnete Plan, und eine Institution, die drauf schaut, dass das auch bis zum Schluss durchgehalten wird..
    4. Gemeinschafteinrichtungen, die für den ganzen Stadtteil nutzbar sind und Gemeinschaftsleben anregen. Da sind vor allem auch die Nutzung der Erdgeschoßzonen wichtig. Oder die Kombination des Schulcampus mit einem vielfältig nutzbaren Veranstaltungsraum, etwa auch für eine Zikusakademie.

  3. Heinz Berger

    – Baugruppen frühzeitig in den Planungsprozess einbinden, damit diese auch geeignete Flächen für ihr Projekt erwerben können.
    – Beim Bau der Wohnhäuser soll darauf geachtet werden, dass auch Flächen für Erholung, Sport und Ausgleich im unmittelbaren Umfeld mitgeplant werden.
    – Es soll darauf geachtet werden, dass möglichs viel Gemeinschaftsinfrastruktur errichtet wird, die ohne große Hürden und Konsumationszwang benützt werden kann.

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